Freitag, 28. September 2012

Der vollkommen falsche Mann

Ich habe Peer Steinbrück erst ein einziges Mal live erlebt. Ich schlendere so durch die Parteitagshallen, da stehen neben mir drei Damen, die sich angeregt mit einem sehr selbstbewusst wirkenden Typen unterhalten. Ich denke, Mann, ist der arrogant.

Montag, 24. September 2012

Gärten der Welt

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Westdeutschen über Berlin wissen. Oder, anders formuliert, wie eingefahren und klischeebeladen ihre Urteile über die Bundeshauptstadt sind. Von Berlin hört man in Westdeutschland immer nur Negatives.

Es scheint, als ob das Bild der Stadt ausschließlich von verbitterten westdeutschen Ideologen der Marke Siggelkow, Buschkowsky, Sarrazin oder Hubertus Knabe transportiert wird. Für diese Herren ist Berlin ein Moloch aus Arbeitsverweigerern, faulen Ausländern und Stasi-Offizieren. Ich sehe es als eine der Aufgaben von Van der Kreet an, diese Zerrbilder zu dekonstruieren.

Fangen wir mal damit an!

Dienstag, 11. September 2012

Willkommen im Autoland

17 Uhr. Es ist stickig im Bus. Zur nächsten Haltestelle ist es nicht weit. Dennoch braucht das Gefährt fünf Minuten, um mich dorthin zu bringen. Großstadtstau! Wie schön wäre es jetzt, mit einer modernen Stadtbahn daran vorbeizurasen!

Das Saarland kam verspätet zur Bundesrepublik. Als sich das vormalige Saargebiet 1957 dem westdeutschen Staat anschloss, war das Bundesautobahnnetz schon fertig geplant und teilweise auch schon fertig gebaut. Die Nord-Süd-Autobahn 1 endete in der Nordeifel, die A 8 kurz vor Landau - vom Rhein aus gesehen -, und eine Autobahn führt sogar am Saargebiet an den damaligen Grenzen vorbei (von Nonnweiler nach Pirmasens). Das Saarland war in dem Staat, dem es nun angehörte, nicht mehr nur geografisch, topografisch und von der Bevölkerungsverteilung her vollkommen isoliert, sondern auch verkehrspolitisch. Kein Weg führte nach Saarbrücken, keiner von dort weg.