Samstag, 22. Dezember 2012

Der Mensch

In der Dritten Welt sterben Kinder, weil Lebensmittel als sichere Häfen für Geldmarktspekulation gelten und die Preise für Nahrungsmittel deswegen in unbeschreibliche Höhen steigen.

In Berlin und anderen Städten können sich die Bewohner Mieten und Wohnungskäufe nicht mehr leisten, weil die Reichen den Städtebau als sicheren Hafen für Geldanlagen entdeckt haben.

In den Betrieben steigt das Arbeitspensum. Die von Rationalisierung bedrohten Mitarbeiter mobben sich gegenseitig. Solange, bis der Arzt kommt: Die Zahl der diagnostizierten Depressionen ist auf Rekordhöhe. Da hilft auch kein „Stell dich nicht so an!“ mehr: Wenn sich das Hamsterrad immer schneller dreht, fliegen die langsamen Hamster eben raus.

Was immer unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaftsordnung sich an neuen Arrangements einfallen lässt, stets steht eine Sache nicht im Mittelpunkt der Überlegungen: Der Mensch.

Die großen Organisationen, manche Führungskräfte, manche geldgeilen Politiker, manche Personalabteilungen benehmen sich so, als sei er eine unendlich verfügbare Ressource: Der Mensch.

Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit zum Luftholen. Wie dringend notwendig wir diese Atempause haben, werden wir merken, wenn wir es schaffen, zum ersten Mal im Wintergarten oder auf dem Sofa zu sitzen und zu denken: Prima, ich habe jetzt mal einen Moment Zeit, mich um die wirklich wichtigen Dinge zu sorgen. Wie geht es der Großmutter, wie geht es den Kindern, ja, bin ich selbst denn wirklich zufrieden?

Die wirklich wichtigen Dinge, das ist – Ihr ahnt es – der Mensch.

Ich wünsche allen Lesern eine in diesem Sinne produktive und besinnliche Festtagszeit. Wir sehen uns hier im neuen Jahr wieder.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Top Ten

Das Ende des Jahres naht. Die Showmaster im Fernsehen üben sich darin, wer von ihnen am langweiligsten ins abgelaufene Jahr zurückblicken kann. Üblich ist es, eine Top-10 der beliebtesten Songs des ablaufenden Jahres zu veröffentlichen. Wäre es nicht langweilig, wenn van der Kreet das auch machen würde?

Ich finde es spannender, euch zu zeigen, welche Lieder seit der ersten Installation von iTunes auf meinen Musikabspielgeräten diejenigen sind, die ich mir am häufigsten angehört habe. Um die Abmahnanwälte der Verwertungsfirmen zu ärgern, gibt's keine Fotos, Videos, Hörproben oder Links - ich denke, diese Infos im Netz zu finden, dürfte kein Problem darstellen. Lasst uns beginnen!

Samstag, 1. Dezember 2012

Saunagang

Wenn die Tage kürzer werden, versuche ich gerne, mein herbstliches Phlegma durch einen gepflegten Saunagang abzumildern.