Mittwoch, 17. April 2013

Früher war alles besser! (Vorsicht! Satire)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Wählerinnen und Wähler!

Ich wende mich heute an Sie, weil ich Verantwortung übernommen habe für UNSERE ZUKUNFT und DIE ZUKUNFT UNSERES VOLKES UND UNSERER KINDER !

Unser Land ist in den letzten Jahren auf den Hund gekommen! Wir haben eine Ost-Kommunistin als Kanzlerin und allerlei Gesocks und Gesindel tanzt der Regierung auf der Nase herum! Diese Zustände werden wir nicht länger hinnehmen!

WIR HABEN DIE SCHNAUZE VOLL!

Wir brauchen EINEN STARKEN MANN, der die Zügel in die Hand nimmt und AUFRÄUMT ! (DER BIN ICH, Gestatten Starker Mann.)

Denn, seien wir doch einmal ehrlich, folgende allgemeingültige WAHRHEIT wird immer WAHR bleiben, so sehr diese LINKEN GUTMENSCHEN sie auch immer wieder verächtlich machen und ins Lächerliche ziehen:

FRÜHER WAR ALLES BESSER !

Wir wollen, dass alles wieder so wird, wie es früher einmal war!

Wir fordern die Wiedereinführung der D-MARK!
Wir fordern die Wiedereinführung des YPS-HEFTCHENS!
Wir fordern die Deckelung des METTBRÖTCHENS auf 20 ct... äh 2 Groschen!

Nur durch diese SOFORTMASSNAHMEN lässt sich SCHADEN VOM DEUTSCHEN VOLK abwenden!

Wählt die INNOVATION für DEUTSCHLAND und alles wird wieder so, wie es einmal war!

DEUTSCHE MÜSSEN WIEDER DEUTSCHE WERDEN!
METTBRÖTCHEN MÜSSEN WIEDER METTBRÖTCHEN WERDEN !
TWIX MUSS WIEDER RAIDER WERDEN!

Ich danke Ihnen.

Sonntag, 14. April 2013

Der Frühling kommt

Der Frühling ist da!

Schon heute Morgen hat er sich angekündigt. Nicht nur durch die Sonnenstrahlen, die in verstärkter Form durch die Jalousienritzen drangen, sondern auch durch das Röhren der Motorräder, das durch meine wächsernen Ohropax und meinen Kapsel-Industriegehörschutz PELTOR mit doppelter Schale als Bienensummen ankommt.

Ich habe dann mal an der Tankstelle Luft in die Reifen gemacht und bin dann auf Ballons mit meinem Fahrrad an der Saar entlang zum Staden gefahren.

Der Staden im Frühling. Aufgenommen am 14.04.13.
Auf dem Rückweg machte ich am St. Johanner Markt halt und habe in der Katholisch-Kirch-Straße gerastet und meinen Roman "Habichthorst" lektoriert.

Da fuhr ein Sportauto nach dem anderen vor. Dicke, aufgemotzte Audis, Ford-Sondereditions, BMW's, Porsches. Mit breiten und gleichzeitig dünnen Reifen. Fabrikneu. Mit extralautem Motor. Außerdem SUV's und auch Luxusmotorräder.

Mir ist schon klar, dass diese Leute dort nur deshalb vorbeifahren, weil man den St. Johanner Markt von dieser Straße aus sehen kann und der Präsentationseffekt dadurch maximiert wird. Mir stellt sich aber die Frage, woher kommt das Geld für all diese Riesen-Monster-Autos? Häufig sitzen nämlich junge und proletarisch wirkende Personen in diesen Gefährten?

Hat da die Oma in die Schatulle gegriffen und in ihre Nachkommen "investiert", wie einige das neuerdings nennen? Oder haben diese Jungens gearbeitet (immerhin kann ein Arbeiter in der exportorientierten Industrie im Saarland deutlich mehr verdienen als Akademiker dies hier tun)?

Meine Vermutung ist, dass bei der derzeitigen Zinspolitik der Zentralbanken das Geld bei manchen Finanzinstituten recht locker sitzt. Man haut die Kohle raus, als gäbe es kein morgen. Statt den Menschen anständige Löhne zu zahlen, wird die Inlandsnachfrage per Kreditvergabe angekurbelt. Das böse Erwachen folgt später. Solange dürfen wir autoverrückte Deutsche uns als was Besseres fühlen (besser als die "faulen" Südeuropäer zum Beispiel).

Ich schnalle mein Fahrrad ab und radele heim. Im Bürgerpark falle ich fast vom Sattel, weil die Gangschaltung nicht funktioniert, das abrupte Wegknicken des Lenkers hat mich am Staden zweimal an den Rand eines Unfalls gebracht. Wenigstens sind die Reifen noch nicht geplatzt...

Das Rad hat bei einer Auktion des ADFC fünfzig Euro gekostet, gebraucht. Vielleicht sollte ich mal wieder einen Termin beim Sachbearbeiter meines Vertrauens in der Sparkasse...?

Ich wünsche uns allen einen angenehmen und sonnigen Frühling!

Donnerstag, 4. April 2013

Geht Facebook unter?

Jetzt sind wir soweit. Jetzt hat schon Spiegel Online, oberste Klatschpostille der Nation, Alarm geschlagen: Die jungen Internetnutzer (Early Adopters) kehren Facebook den Rücken und schließen sich spezialisierten Diensten an, während in den höheren Alterssegmenten (Late Adopters) die Anzahl der Facebook-Nutzer noch wächst.

Woran liegt's?