Donnerstag, 2. Juni 2016

Vom Meisterdetektiv Jens van der Kreet

Wie alle Autoren lese ich, so oft es geht und an so vielen unterschiedlichen Orten, wie mir das möglich ist. Umso praktischer finde ich daher die Erfindung elektronischer Lesegeräte, die dafür sorgen, dass ich ganze Bibliotheken unterwegs lesen kann, ohne mein Billy in den ICE schleppen zu müssen.

Mit einem solchen Lesegerät war ich im Sommer 2014 unterwegs. Der Kindle befand sich in einer Stofftasche. Während ich Luft in meine Reifen pumpte, stellte ich die Tasche auf einer der Vorrichtungen dort ab. Als ich mit Pumpen fertig war, vergaß ich das gute Stück. Ein paar Minuten später fiel mir auf, das etwas fehlte. Ich radelte zurück, doch die Tasche war weg.

Zum Glück verfügen Tankstellen über Kameras. Der Täter wurde identifiziert und ich wurde geldmäßig entschädigt.

Im Sommer 2015 vergaß ich mein Kindle im Zug auf Höhe des Berliner Hauptbahnhofes. Das Fundbüro der Bahn hatte ihn nicht gefunden. Dafür merkte ich schnell, das das Gerät aus meiner Geräteverwaltung beim Online-Versandhändler gelöscht worden war.

Ein Anruf bei diesem Versandhändler brachte heiße Info: Eine fremde Person hatte sich mit meinem Gerät angemeldet. Ich ging mit dem Namen zur Polizei. Heute erhalte ich Post, dass gegen diese Person ermittelt wird.

Also Leute, lernt daraus: Technische Geräte wissen alles über euch. Insbesondere, wenn ihr euch online damit anmeldet.

Privatdetektiv Jens van der Kreet ist zufrieden. Er hat zwei Fälle gelöst. Der Autor Jens van der Kreet ist auch zufrieden, denn er hat neuen Stoff für einen neuen Krimi ("Das Sorgen-Kindle" oder so...)

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